Orte des Gedenkens in Berlin

Die heutige Generation kann es sich kaum noch vorstellen, wie es war als Deutschland geteilt war. Unvorstellbar, dass eine Mauer den Osten vom Westen trennte. Doch es ist Teil der Geschichte und aus diesem Grund gibt es zahlreiche Orte, an denen genau an diese Zeit erinnert wird, um nicht in Vergessenheit zu geraten.

Hier ist eine Auswahl an Gedenkorten in Berlin.

Die Berliner Mauer als Gedenkstätte

An der Bernauer Straße ist ein zentraler Gedenkort. Dort ist der „Todesstreifen“ künstlerisch eingefasst worden. An diesem Ort stehen auch die Kapelle der Versöhnung, eine Open-Air-Ausstellung sowie ein Dokumentationszentrum.

Das Museum Haus am Checkpoint Charlie

Das Museum zählt wohl zu den bekanntesten Museen in Berlin. Es gehört einem privaten Trägerverein, zu dem auch die Witwe Alexandra Hildebrandt gehört, ihr Mann hat das Museum begründet. Viele Museumspädagogen und Historiker halten es für überholt, dennoch ist es ein Zuschauermagnet.

Die Gedenkstätte Günter Litfin

An der Kieler Straße 2 findet sich die damalige Führungsstelle der Grenztruppen der DDR. Hier wird an Günter Liftin erinnert, der erschossen wurde, weil er einen Fluchtversuch gestartet hat. Er war das erste Opfer, das an gezielten Schüssen gestorben ist. Diese Gedenkstätte hat sein Bruder mit seinem privaten Verein dort errichten lassen.

Parlament der Bäume

Auf einem ehemaligen Grenzstreifen, in der Nähe des Reichstages wurde ein Gedenkort für die Menschen errichtet, die an der Mauer verstorben sind. Ben Wagin, ein Künstler, hat dafür Segmente aus der hinteren Sperrmauer, Gedenksteine, Bäume und Kunstwerke an diesem Ort aufgebaut. Dieser Ort ist von der Promenade Schiffbauerdamm täglich von 11 – 17 Uhr begehbar.

Der Gedenkort Weiße Kreuze

Zum zehnten Jahrestag des Mauerbaus wurde ein Gedenkort durch einen privaten Berliner Bürgerverein. Er befindet sich auf der anderen Seite des Ostportals des Reichstages. An diesem Ort wurde zunächst an die Leute gedacht, die bei einem Fluchtversuch erschossen wurden. Heute gedenkt man an den sieben weißen Kreuzen, all den Menschen die beim Versuch nach West-Berlin zu gelangen, ihr Leben lassen mussten.

Der Gedenkort Peter Fechter

Peter Fechter wurde bei einem Fluchtversuch angeschossen und ist an Ort und Stelle verblutet. Man Gedenkt ihm an der Zimmerstraße, Ecke Charlottenstraße. Dort steht eine Stele und es gibt eine Pflastermarkierung.

Mauerpark

Hier zeigt der ehemalige Grenzstreifen zwischen der Behmstraße und der Bernauer Straße noch sehr viele Spuren aus der Vergangenheit. Im Pflaster gibt es Einlassungen, die darauf hinweisen, wie die Mauer verlief.

Leipziger Platz und Potsdamer Platz

Hier findet man mehrere Segmente der Mauer wieder. Es gibt Informationstafeln, die an die Zeit von Ost und West erinnern. Zudem ist der Verlauf der Mauer im Boden markiert.

Topographie des Terrors

Direkt neben dem Dokumentationszentrum Topographie des Terrors in der NS-Zeit, kann man sich einen der längstens Teile der Mauer anschauen, die erhalten geblieben sind.

East Side Gallery

An der Mühlenstraße in Friedrichshain findet sich eins der populärsten Fotomotive wieder. Die Hinterlandmauer, die dort steht, wurde von 118 Künstlern aus 21 unterschiedlichen Ländern bemalt.

Vor dem Schlesischen Tor

Hier an dem Übergang zwischen Treptow und Kreuzberg steht noch ein ehemaliger Grenzturm, der an die Teilung zwischen Ost und West erinnert.