Der Zusammenbruch der Wirtschaft nach dem Mauerfall

Die Betrieben im Osten Deutschlands hatten Bereits vor dem Fall der Mauer große Probleme. Die Anlagen waren veraltet, die Produktivität war sehr gering, die Märkte sind zusammengebrochen. Daraus ergab sich keine gute Ausgangslage für einen erfolgreichen Neuanfang und erst recht um sich der weltweiten Konkurrenz zu stellen.

Zu den Fakten

Es bestand eine große Hoffnung, als es hieß von der Planwirtschaft zur Marktwirtschaft. Leider wurde diese schnell betrübt und zerstört. Man dachte zunächst, dass durch den Zusammenschluss sich die Betriebe untereinander helfen würden. Doch diese Vermutung zeigte sich Trugschluss. Schnell wurde klar, dass auf die politische Integration der wirtschaftliche Zusammenbruch in Ostdeutschland folgte.

Über die Abwicklung der Planwirtschaft und die folgende Anpassungskrise

Die Beschäftigungsstrukturen der westdeutschen und ostdeutschen Industrie vor und nach dem Mauerfall zeigen einen dramatischen Wandel. Die Planwirtschaft der DDR muss abgewickelt werden und die Marktwirtschaft muss eingeführt werden. In nur zwei Jahren passierte es, dass große Betriebe schrumpfen mussten zu mittelgroßen und kleinen Betrieben. Viele Betriebe wurden auch komplett ausgelöscht. Es herrscht eine soziale und wirtschaftliche Anpassungskrise. In diesem Ausmaß traf man solch eine Krise zuletzt in den 30er Jahren an, als die Weltwirtschaftskrise herrschte.

Das Ableben der Kombinate

In der DDR arbeiteten die meisten Arbeiter in den 80er Jahren in Großbetrieben. Diese hatten meist mehr als 1000 Beschäftigte. Etwa doppelt so viele Leute wie in der Bundesrepublik arbeiteten in diesen Großbetrieben. Es war der Hauptarbeitsplatz für die Menschen in der DDR. Dies ist darin begründet, dass die Kombinate in der DDR die beherrschende Stellung eingenommen haben. Bereits seit dem Jahr 1978 gab es die Kombinate, die den westlichen Konzernen ähneln. Sie entstanden aus betrieblichen Zusammenschlüssen, mit Blick darauf, dass sie innerhalb einer spezifischen Branche wesentlich effektiver arbeiten würden.

Der wirtschaftliche Zusammenbruch nach 1990

Im Jahr 1989 zählte man 173 Kombinate, die zentral geleitet wurden. Darüber hinaus gab es noch 259 weitere Kombinate, deren Führung die Ebene der DDR-Bezirke war. Es gab politische Versuche, damit die Strukturen erhalten bleiben konnten. Doch diese Versuche scheiterten sehr schnell. Bereits im Juni 1990 lösten sich etwa 200 Kombinate auf. Die VEB musste umgewandelt werden in Aktiengesellschaften oder in Gesellschaften mit einer beschränkten Haftung. Die Treuhandanstalt (THA) bereitete sich im Juli 1990 darauf vor, die volkseigenen Vermögenswerte einer Privatisierung zu unterziehen. Die noch bestehenden Kombinate wurden erst einmal in einzelne Betriebe aufgeteilt. Dabei wurde darauf geachtet, dass nur überlebensfähige Betriebe erhalten blieben und die nicht profitablen keine weiteren Schäden errichten konnten.

Der zweite Schritt der Folgte, waren die Entlassungen. Dadurch waren die Betriebe nur noch mittelgroß oder auch klein und man ging davon aus, dass sie somit interessanter für potenzielle Käufer würden. Doch auch diese Vermutung war ein Trugschluss, der sich in der Schlussbilanz der THA zeigt. Die THA hat sich im Jahr 1994 selbst aufgelöst. Bis dahin hat sie Verluste in der Höhe von 256 Milliarden DM angehäuft. Sprich, jeder Betrieb der verkauft wurde, brachte einen Fehlbetrag von 19 Millionen DM mit sich. Die Gründe für diese Hohen Verluste sind unterschiedlich. Jedoch ist ausschlaggebend gewesen, dass die falschen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geschaffen wurden, um die ostdeutsche Wirtschaft umzugestalten.